Schmiedeeisen oder Gusseisen: Welche Pfanne passt zu dir?

Aktualisiert am 5 Quellen 3 Min. Lesezeit

Inhalt
  1. Der Unterschied in einem Satz
  2. Wofür Schmiedeeisen gut ist
  3. Wofür Gusseisen gut ist
  4. Pflege: fast gleich
  5. Einbrennen: hier liegt der größte Unterschied
  6. Welche passt zu dir?

Schmiedeeisen und Gusseisen sehen ähnlich aus, beide sind schwarz und ohne Beschichtung. Der Unterschied liegt in der Herstellung – und der bestimmt, wie schnell die Pfanne heiß wird, wie lange sie die Hitze hält und wie schwer sie ist.

Der Unterschied in einem Satz

Petromax fasst es so zusammen: Schmiedeeisen – schnelle Hitze, schnelle Reaktion; Gusseisen – konstante Hitze, lange Speicherung.1

Schmiedeeisen Gusseisen
Herstellung unter hohem Druck in Form gebracht1 flüssiges Eisen in eine Form gegossen1
Wand kann dünn sein1 vergleichsweise dicke Wände und Böden1
Gewicht meist leichter1 schwerer1
Hitze schnell heiß, reagiert schnell1 braucht länger, hält die Wärme lange und gleichmäßig1
Ab Werk muss meist eingebrannt werden1 oft schon eingebrannt oder vorbehandelt14

Wofür Schmiedeeisen gut ist

Weil es schnell heiß wird und schnell auf Temperaturänderungen reagiert, nennt Petromax für Schmiedeeisen: Steaks, Bratkartoffeln, Speck, Würstchen, kurz gebratenes Gemüse und Spiegeleier – und das Kochen über dem Lagerfeuer.1 Die geringere Masse macht die Pfanne leichter in der Hand.1

Wofür Gusseisen gut ist

Gusseisen braucht länger, bis es heiß ist, gibt die Wärme dann aber lange und gleichmäßig ab.1 Petromax nennt Schmorgerichte, Eintöpfe, Brot und Kuchen, Aufläufe, langsam gegartes Fleisch – und ebenfalls Steaks und Burger.1 Der Preis ist das Gewicht: Die Gusspfannen in unserem Vergleich wiegen 2,5 bis 2,7 kg.54

Pflege: fast gleich

Die Grundpflege ist bei beiden sehr ähnlich: keine Spülmaschine, kein langes Einweichen.1 Beide bekommen mit der Zeit eine dunkle Patina, die die Brateigenschaften verbessert.12 Säurehaltiges wie Tomaten, Zitrusfrüchte oder Rotwein solltest du in schmiedeeisernen Pfannen meiden, weil es die Patina beschädigen kann.3

Einbrennen: hier liegt der größte Unterschied

Eine neue schmiedeeiserne Pfanne musst du in der Regel einbrennen.1 Petromax beschreibt das so:2

  1. Mit heißem Wasser und bei Bedarf einer Bürste reinigen, ausspülen, gründlich trocknen.
  2. Sehr dünn hitzebeständiges Öl auftragen, etwa Raps- oder Sonnenblumenöl – Olivenöl eignet sich weniger.
  3. Auf Herd, Grill oder Feuer langsam erhitzen, bis das Fett raucht; Fett verteilen, gut lüften. Auf Induktion besonders vorsichtig steigern.
  4. Abkühlen lassen, Rückstände mit heißem Wasser entfernen, trocknen.
  5. Zwei- bis dreimal wiederholen, je Durchgang etwa 10 bis 15 Minuten; zum Schluss dünn einfetten.

Dass sich die Pfanne dabei dunkel färbt, ist gewollt: Das ist die Patina, kein Schmutz.2 Für den Anfang eignen sich fettreiche Gerichte wie Bratkartoffeln oder Speck.2

Viele Gusspfannen kommen dagegen schon eingebrannt oder vorbehandelt – etwa von STUR und Petromax.45 Was für deine Pfanne gilt, zeigt der Einbrenn-Finder.

Welche passt zu dir?

  • Du brätst vor allem kurz und scharf und willst eine leichte Pfanne: Schmiedeeisen.
  • Du schmorst, backst oder willst konstante Hitze: Gusseisen.
  • Beides: Petromax empfiehlt, die Materialien zu kombinieren.1

Drei Gusspfannen nach Einsatz vergleichen wir unter Gusseisenpfanne kaufen, Töpfe unter Dutch Oven und Bräter.

Quellen

  1. Schmiedeeisen oder Gusseisen: Unterschiede im Vergleich — Petromax
  2. Schmiedeeiserne Pfanne einbrennen — Petromax
  3. Gusseisen einbrennen: Dutch Oven & Pfanne richtig einbrennen — Petromax
  4. STUR Gusseisenpfanne 28 cm — STUR GmbH
  5. Feuerpfanne mit Stiel 20–40 cm — Petromax