Schmiedeeisen oder Gusseisen: Welche Pfanne passt zu dir?
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Schmiedeeisen und Gusseisen sehen ähnlich aus, beide sind schwarz und ohne Beschichtung. Der Unterschied liegt in der Herstellung – und der bestimmt, wie schnell die Pfanne heiß wird, wie lange sie die Hitze hält und wie schwer sie ist.
Der Unterschied in einem Satz
Petromax fasst es so zusammen: Schmiedeeisen – schnelle Hitze, schnelle Reaktion; Gusseisen – konstante Hitze, lange Speicherung.1
| Schmiedeeisen | Gusseisen | |
|---|---|---|
| Herstellung | unter hohem Druck in Form gebracht1 | flüssiges Eisen in eine Form gegossen1 |
| Wand | kann dünn sein1 | vergleichsweise dicke Wände und Böden1 |
| Gewicht | meist leichter1 | schwerer1 |
| Hitze | schnell heiß, reagiert schnell1 | braucht länger, hält die Wärme lange und gleichmäßig1 |
| Ab Werk | muss meist eingebrannt werden1 | oft schon eingebrannt oder vorbehandelt14 |
Wofür Schmiedeeisen gut ist
Weil es schnell heiß wird und schnell auf Temperaturänderungen reagiert, nennt Petromax für Schmiedeeisen: Steaks, Bratkartoffeln, Speck, Würstchen, kurz gebratenes Gemüse und Spiegeleier – und das Kochen über dem Lagerfeuer.1 Die geringere Masse macht die Pfanne leichter in der Hand.1
Wofür Gusseisen gut ist
Gusseisen braucht länger, bis es heiß ist, gibt die Wärme dann aber lange und gleichmäßig ab.1 Petromax nennt Schmorgerichte, Eintöpfe, Brot und Kuchen, Aufläufe, langsam gegartes Fleisch – und ebenfalls Steaks und Burger.1 Der Preis ist das Gewicht: Die Gusspfannen in unserem Vergleich wiegen 2,5 bis 2,7 kg.54
Pflege: fast gleich
Die Grundpflege ist bei beiden sehr ähnlich: keine Spülmaschine, kein langes Einweichen.1 Beide bekommen mit der Zeit eine dunkle Patina, die die Brateigenschaften verbessert.12 Säurehaltiges wie Tomaten, Zitrusfrüchte oder Rotwein solltest du in schmiedeeisernen Pfannen meiden, weil es die Patina beschädigen kann.3
Einbrennen: hier liegt der größte Unterschied
Eine neue schmiedeeiserne Pfanne musst du in der Regel einbrennen.1 Petromax beschreibt das so:2
- Mit heißem Wasser und bei Bedarf einer Bürste reinigen, ausspülen, gründlich trocknen.
- Sehr dünn hitzebeständiges Öl auftragen, etwa Raps- oder Sonnenblumenöl – Olivenöl eignet sich weniger.
- Auf Herd, Grill oder Feuer langsam erhitzen, bis das Fett raucht; Fett verteilen, gut lüften. Auf Induktion besonders vorsichtig steigern.
- Abkühlen lassen, Rückstände mit heißem Wasser entfernen, trocknen.
- Zwei- bis dreimal wiederholen, je Durchgang etwa 10 bis 15 Minuten; zum Schluss dünn einfetten.
Dass sich die Pfanne dabei dunkel färbt, ist gewollt: Das ist die Patina, kein Schmutz.2 Für den Anfang eignen sich fettreiche Gerichte wie Bratkartoffeln oder Speck.2
Viele Gusspfannen kommen dagegen schon eingebrannt oder vorbehandelt – etwa von STUR und Petromax.45 Was für deine Pfanne gilt, zeigt der Einbrenn-Finder.
Welche passt zu dir?
- Du brätst vor allem kurz und scharf und willst eine leichte Pfanne: Schmiedeeisen.
- Du schmorst, backst oder willst konstante Hitze: Gusseisen.
- Beides: Petromax empfiehlt, die Materialien zu kombinieren.1
Drei Gusspfannen nach Einsatz vergleichen wir unter Gusseisenpfanne kaufen, Töpfe unter Dutch Oven und Bräter.
Quellen
- Schmiedeeisen oder Gusseisen: Unterschiede im Vergleich — Petromax
- Schmiedeeiserne Pfanne einbrennen — Petromax
- Gusseisen einbrennen: Dutch Oven & Pfanne richtig einbrennen — Petromax
- STUR Gusseisenpfanne 28 cm — STUR GmbH
- Feuerpfanne mit Stiel 20–40 cm — Petromax